MVZ für Neurochirurgie und
Rehabilitationsmedizin Würzburg

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Schmerztherapie

Schmerztherapie bezeichnet als Oberbegriff ein Konzept, das unter Nutzung aller Methoden, die zur Bekämpfung des Schmerzes und zur Bewältigung seiner Folgen dienen, den Schmerz selbst angeht.

Dies wird notwendig, wenn die Ursache des Schmerzes selbst nicht mehr behoben werden kann. Dies kann der Fall sein, wenn ein dauerhafter innerer Nervenschaden besteht, bei Phantomschmerzen oder aber wenn der allgemeine Gesundheitsszustand des Patienten keine Operationen zulässt.

Unser Ziel ist, entsprechend unserer Auffassung einer möglichst ganzheitlichen Sicht des Patienten, die gesamte Palette der bewährten therapeutischen Möglichkeiten zu bieten und möglichst individuell angepasst anzuwenden.

Aus diesem Grunde hat sich auch unsere Praxis zu einer multidisziplinären Einheit entwickelt, die neurochirurgische, rehabilitationsmedizinische, neurologische, psychiatrische, psychotherapeutische und spezialisiert schmerztherapeutische Behandlungen anbietet.

Multimodale Schmerztherapie

Dies bezeichnet eine kombinierte interdisziplinäre Behandlung unter Einbeziehung von mindestens zwei Fachdisziplinen. Eine davon ist psychiatrisch, psychosomatisch oder psychotherapeutisch, die andere in unserem Fall neurochirurgisch. Hierbei wird die Therapie nach einem festen Behandlungsplan mit einer Behandlungsleitung durchgeführt. Im Unterschied zur rein körperlich ausgerichteten Schmerzbehandlung werden hier medikamentöse, physiotherapeutische, psychotherapeutische, ergotherapeutische und verhaltenstherapeutische Maßnahmen als weitgehend gleichwertig eingeschätzt.

Die Aufnahmekriterien in ein multimodales Schmerztherapieprogramm werden durch uns, jedoch auch seitens der Kostenträger relativ streng geprüft.

Seit 2012 bieten wir die Möglichkeit der multimodalen Schmerztherapie im stationären Rahmen in der Rotkreuzklinik Würzburg.

COX - Therapie

Diese von dem Chiropraktiker und Osteopathen Dr. James Cox entwickelte Behandlungstechnik ist eine bewährte Methode bei Bandscheibenleiden. Hierbei kommen sehr aufwendige Spezialtische zum Einsatz, mit deren Hilfe zahlreiche Mobilisationstechniken durchgeführt werden können.

Neuraltherapie

Dies ist ein Verfahren aus dem Bereich der Alternativmedizin. Dabei soll durch die Anwendung eines Lokalanästhetikums das vegetative Nervensystem beeinflusst werden und im Gegensatz zu den oben beschriebenen lokalen Infiltrationsverfahren Fernwirkungen entfaltet werden.

Hochtontherapie

Die hochfrequente Muskelstimulation, auch Hochtontherapie genannt, ist ein Verfahren aus dem Bereich der Elektrotherapie. Im Gegensatz zur kllassischen Elektrotherapie werden bei der hochfrequenten Muskelstimulation elektrische Wechselfelder im Frequenzbereich von 4 - 30 Kilohertz eingesetzt. Als Hauptindikation der Methode werden Rückenschmerzen, degenerative Gelenkerkrankungen, zum Beispiel die Kniegelenksarthrose, diabetische Polyneuropathie, Migräne und Kopfsschmerzen, gestörte Wundheilung und Ödembehandlung angegeben.

TCM (Traditionelle chinesische Medizin)

Zu den Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin zählen an erster Stelle die Arzneitherapie und die Akupunktur mit der ihr zuzurechnenden Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten).

Zusammen mit Massagetechniken wie Tuina Anmo oder Shiatsu, mit Bewegungsübungen wie Quigong und Tai Chi und mit einer am Wirkprofil der Arznei ausgerichteten Diätlehre werden diese Verfahren als die "Fünf Säulen" der chinesischen Therapie bezeichnet. Mehrere Kollegen in unserer Einrichtung besitzen umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der TCM. Auch arbeiten wir bei Bedarf mit den regionalen TCM Kliniken zusammen.

Akupunktur

Akupunktur ist das bei uns bekannteste Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin. Sie geht von Lebensenergien des Körpers aus (QI), welche auf definierten Bahnen, den "Meridianen", zirkulieren und nach Auffassung der TCM einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen haben. Ein gestörter Energiefluss wird für Erkrankungen verantwörtlich gemacht und soll durch die Einstiche in auf den Meridianen angenommene Akupunkturpunkte ausgeglichen werden.

Bei eng verwandten Methoden werden diese Punkte durch Druck (Akupressur) oder Wärme (Moxibustion) beeinflusst.

Klinische Studien zeigen eine Wirksamkeit der Akupunktur bei der Kniegelenksarthrose, bei chronischen tiefen Rückenschmerzen und bei der Prophylaxe von Migräneattacken.