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Adresse
Neurochirurgische
Gemeinschaftspraxis
Schweinfurter Str. 1
97080 Würzburg
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Telefon
09 31 / 41 79 10
Telefax
09 31 / 5 15 36
Allgemeines zur operativen Behandlung
Die neurochirurgische Gemeinschaftspraxis bietet im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzeptes für Rückenbeschwerden natürlich auch die Möglichkeit der operativen Behandlung von Bandscheibenerkrankungen, Einengungen des Wirbelkanals, Stabilisierung von zu stark beweglichen Wirbelsäulensegmenten sowie operative Behandlung von Osteoporosefrakturen und bei anderweitigen Erkrankungen der Wirbelsäule an.
Der Schwerpunkt liegt bei den degenerativen (d. h. auf Verschleiß beruhenden) Bandscheibenschäden und Erkrankungen der Wirbelsäule. In diesem Bereich verfügen die Neurochirurgen, die sich auf die operative Behandlung der Wirbelsäule spezialisiert haben, über viele Jahre operative Erfahrung. Jeder einzelne hat mehrere Tausend Eingriffe an der Wirbelsäule eigenverantwortlich und erfolgreich durchgeführt – von der mikrochirurgischen Bandscheibenoperation über den Wirbelkörperersatz bis hin zu sehr komplexen Stabilisierungsoperationen.
Seit 1992 wurden systematisch erprobte Behandlungsverfahren für Wirbelsäuleneingriffe nach Qualitätsstandard in unser Behandlungsspektrum aufgenommen und diesbezüglich erfahrene Operateure als neue Mitglieder der Gemeinschaftspraxis gewonnen. So ist die neurochirurgische Praxis in der Lage, das ganze Spektrum der gängigen Wirbelsäulenoperationen anzubieten. Seit Gründung der Praxis haben wir über 20000 solcher Eingriffe an der Wirbelsäule stationär oder ambulant durchgeführt. Die Ergebnisse werden in kontrollierten Nachuntersuchungen erfasst und publiziert.
Die Indikationsstellung zu einem Eingriff an der Wirbelsäule erfolgt immer erst nach ausführlicher Befragung und Untersuchung des Patienten durch einen Facharzt für Neurochirurgie. Dieser berücksichtigt die bildgebende Diagnostik (CT,MRT), die bislang konservativ durchgeführten Maßnahmen und ihre Ergebnisse und entwickelt zusammen mit dem Patienten nach ausführlicher Information über die verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung einen entsprechenden Plan für das weitere Vorgehen.
Bei schwierigen Fällen werden in unseren regelmäßigen Fallkonferenzen auch die Kollegen zu Rat gezogen und ggf. gemeinsam ein Behandlungskonzept erarbeitet. Danach entscheidet der Patient (informed consent: Zustimmung auf der Grundlage umfassender Information) sich für die für ihn geeignete Methode und Vorgehensweise.
Die Indikationsquote für Operationen an der Wirbelsäule in unserer Praxis belegt, dass wir beim Anraten einer operativen Behandlung aus ärztlicher Sicht äußerst zurückhaltend vorgehen: Bei über 30000 Patientenkontakten pro Jahr, die sich in unserer Praxis mit der Frage vorstellen, inwieweit eine operative Behandlung in höherem Maß erfolgversprechend sei als eine konservative Weiterführung der Behandlung, raten wir nur in ca. 12%-15% der Fälle zu einer operativen Behandlung.
Im allgemeinen lässt das Verhältnis der Anzahl gesehener Patienten zur Anzahl operierter Patienten bei der dargestellten Vorgehensweise den Schluss zu, inwieweit eine Krankenhausambulanz oder eine Praxis bei Indikationsstellungen im Bereich der Wirbelsäule rascher dazu neigt, eine operative Behandlung anzuraten, als eine andere. Unter neurochirurgischen Wirbelsäulenoperateuren ist eine Indikationsquote von 20% als die Schwelle zu betrachten, an der man „Tauben“ von „Falken“ unterscheiden kann.
In jedem Fall ist eine ausführliche Information und sachkundige Beratung auf der Grundlage der individuellen Situation des Patienten die wichtigste Voraussetzung um - zusammen mit der guten Kooperation des Patienten und der gut ausgeführten operativen Arbeit - für ein dauerhaft zufriedenstellendes Ergebnis zu sorgen.